Frauenkreis von St. Johann

Der Frauenkreis in St. Johann besteht seit mehr als vierzig Jahren, nachdem die Frau des langjährigen Pfarrers Friedrich Schmidt Frau Waldtraud Regina Schmidt viele Jahre den Kreis geleitetet hat, übernahm Frau Hannelore Schneller die Leitung für einige Jahre, die dann aus Altersgründen und wegen der Behinderung ihres Ehemannes, den Stab an Margit Krauße (Verfasserin dieses Artikels) weitergab. Der Kreis besteht in dieser Zusammensetzung seit siebzehn Jahren. Wir veranstalteten bis jetzt ein abwechslungsreiches buntes Programm, suchten kompetente Leute für Bibelarbeit, unternahmen immer mal kleinere oder größere Ausflüge in die nähere Umgebung, ein paar Mal auch entferntere Reisen über drei oder vier Tage. 

Der Weltgebetstag war bis heute ein festes Thema im Programm, den wir im Wechsel mit der Rabanus-Maurus-Kirche in Petersberg und St. Pius in Künzell veranstalteten. Dazu gab es immer rege Beteiligung. Im Jahr 2020 war unsere Gemeinde, beziehungsweise unser Frauenkreis Ausrichter und sehr gut besucht. Das war der letzte Tag vor dem ersten Lock down im letzten Jahr. Im Jahr 2021 bereiteten die Frauen von St. Peter (Rabanus-Maurus-Kirche) den Weltgebetstags-Gottesdienst vor, sie wurden unterstützt von Frauen von St. Johann und St. Pius. Dieser letzte Weltgebetstag machte uns aufmerksam auf die kleine Inselgruppe Vanuatu im Indischen Ozean. All diese Gottesdienste wurden gemeindeübergreifend sehr gut angenommen. Die Frauen vom Team haben mit großem Engagement eine sehr ansprechende Feier ausgearbeitet. 

Diese Pandemie macht auch uns zu schaffen. Wir haben uns im vergangenen Jahr mit Unterbrechung einige Male im Gemeindehaus zusammengefunden und über verschiedene Themen gesprochen, im September haben wir uns im Dahliengarten an der reichen Blütenpracht erfreut. Ausflüge wurden keine mehr unternommen. All die Jahre vorher besuchten wir im Herbst in der Alten Kirche Sargenzell den Früchteteppich mit anschließendem gemeinsamem Kaffeetrinken, das Zusammensein in vertrauter Runde war für viele eine erfreuliche Alltagsunterbrechung. 

Für Bibelarbeit laden wir sehr gerne einen unserer Pfarrer ein, Pfarrer Pfeifer sprach mit uns über die Bergpredigt noch im letzten Herbst. Das Gespräch mit Pfarrer Lange über die Judasgeschichte mussten wir mangels Beteiligung absagen, können wir zu gegebener Zeit sicherlich nachholen. Für Lektüre haben wir im eigenen Kreis belesene Frauen unter uns. Kurzzeitig hatten wir Gäste, wie Zuwanderer aus fernen Ländern bei uns, diese Geschichten bereicherten uns sehr. Jetzt, während der Pandemie ist wieder einmal alles zum Erliegen gekommen. Aus Sorge um Ansteckung bleiben einige lieber zuhause. Wir hoffen auf baldige Entwarnung. Etwas klappt noch sehr gut.  Wir telefonieren miteinander. Jede verbringt die Zeit nach eigenen Belieben, Sorgen und Freuden können wir uns gerne erzählen, das ist sogar erwünscht. Oder eine kümmert sich um die Ehemaligen aus unserem Kreis, die wegen Alter oder anderen Schwierigkeiten nicht mehr an den Treffen teilnehmen können. Keine soll vergessen werden. Ich möchte gern bald wieder zu einem Treffen einladen aber zurzeit haben wir alles abgesagt. Warten auf den September. Irgendwann geht auch diese Durststrecke vorüber. Spazieren gehen, lesen, stricken, Spiele machen oder telefonieren. Jede sucht sich aus, was sie gerne unternimmt; nur keine Einsamkeit! Bleibt in Kontakt und bleibt gesund, damit wir uns hoffentlich im Herbst wiedersehen können. Margit Krauße